Die Phantastische Akademie hat die Shortlist für den SERAPH 2019 bekannt gegeben.

Unser Autor Willi Hetze hat es mit sei­nem Roman „Die Schwär­mer“ auf die Short­list des SERAPH 2019 geschafft. In der Kate­go­rie „Bes­tes Debüt“ ist er mit zwei Autorin­nen im Ren­nen um den renom­mier­ten Phan­tas­tik-Lite­ra­tur­preis. Der­zeit ent­schei­det eine Fach­jury aus Lek­to­ren, Jour­na­lis­tin­nen und Buch­händ­le­rin­nen über den Sie­ger­ti­tel. Final ver­ge­ben wird der SERAPH am 21. März auf der Leip­zi­ger Buch­messe.

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Willi Hetze arbei­tet haupt­be­ruf­lich in Dres­den in der Sozi­al­for­schung und befasst sich mit dem Ein­fluss digi­ta­ler Medien auf vir­tu­elle und soziale Wirk­lich­kei­ten. Zuvor stu­dierte er Sozio­lo­gie, 2016 pro­mo­vierte er in Erfurt. Sein wis­sen­schaft­li­cher Hin­ter­grund spie­gelt sich in sei­nen fik­ti­ven Tex­ten wider.

Das gilt auch für „Die Schwär­mer“: Haupt­fi­gur ist der Post­bote Teo, der erken­nen muss, dass sein Beruf wegen einer neuen Tech­no­lo­gie über­flüs­sig zu wer­den scheint. Die Men­schen ver­bin­den sich mit einem Implan­tat, dem Funk­nerv, zu einem Schwarm und tau­schen Infor­ma­tio­nen und Gefühle direkt von Kopf zu Kopf aus. Als wäre Teos dro­hen­der Job­ver­lust nicht genug, ver­brei­ten sich auf diese Weise die Schre­ckens­bil­der eines her­auf­zie­hen­den Krie­ges und zie­hen die Men­schen in eine Spi­rale aus Alb­träu­men und Ängs­ten. Der Roman ist nicht nur eine span­nende Sci­ence-Fic­tion-Geschichte, er dis­ku­tiert auch die Gefah­ren und Hoff­nun­gen abso­lu­ter Ver­net­zung – und damit gesell­schaft­lich hoch­ak­tu­elle The­men.

Mich fas­zi­niert die Bezie­hung zwi­schen Wort und Welt“, erklärt Willi Hetze, der gern gesell­schaft­li­che und tech­no­lo­gi­sche Ver­än­de­run­gen beschreibt. „Ich kann neue Blick­win­kel erar­bei­ten dar­über, wie wir leben, und Ent­würfe, wie wir leben wol­len. Darin liegt viel Kraft für eine posi­tive Gestal­tung der Zukunft.“ Dass er es nun auf die Short­list des Seraph geschafft habe, erleich­tere ihn sehr, sagt er. „Ich war vor­her nicht sicher, ob ich noch genug Abstand zu mei­nem Werk hatte, um es kri­tisch ein­zu­schät­zen. Daher bin ich nun froh, dass es diese Aner­ken­nung erhält.“

 

Den Lite­ra­tur­preis SERAPH ver­gibt der Ver­ein „Phan­tas­ti­sche Aka­de­mie“ in den Kate­go­rien „Bes­tes Buch“, „Bes­tes Debüt“ und „Bes­ter Inde­pen­dent-Titel“ auf der Leip­zi­ger Buch­messe. Seine Mit­glie­der ver­fol­gen das Ziel, phan­tas­ti­scher Lite­ra­tur – also Fan­tasy, Hor­ror, und Sci­ence-Fic­tion – zu mehr Anse­hen und Auf­merk­sam­keit zu ver­hel­fen.

 

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